FLY HIGH

#2 Trends proaktiv nutzen

Im zweiten Baustein unserer Content Reihe geht es darum, wie wir Trends proaktiv nutzen können, um relevante Chancen und Risiken von Veränderungen erfolgreich zu managen.

Kodak und auch Nokia sind Beispiele großer und erfolgreicher Marken, die als Opfer des "digitalen Darwinismus" ihren Erfolg nicht fortsetzen konnten. Doch was ist der Grund, warum sie gescheitert sind?

Besonders Kodak war ein bemerkenswerter Fall, da sie gleichermaßen Erfinder und Opfer der digitalen Fotografie wurden. So forcierte Kodak 1975 sogar den Trend mit der Entwicklung einer der ersten Digitalkameras. Aus Angst um das Kerngeschäft wurde die Entwicklung allerdings nicht weiterverfolgt. Die etablierten analogen Produkte wurden dann durch die digitalen Angebote der Wettbewerber obsolet und ersetzt. 

Auch Nokia ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass kein Unternehmen zu groß ist, um nicht doch scheitern zu können.


"Eine Milliarde Kunden" titelte Forbes im November 2007 mit der damals fast rhetorisch anmutenden Frage, wer diese marktbeherrschende Position angreifen könnte. Zu diesem Zeitpunkt war das Schicksal von Nokia allerdings schon besiegelt, denn am 29. Juni 2007 war das erste Iphone erschienen.

TRENDS SIND DIE VORBOTEN DES „NEW NORMAL“ DER ZUKUNFT

Unternehmen und auch deren Organisationseinheiten stehen vor der permanenten Herausforderung, ihre Daseinsberechtigung zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Diese bleibt erhalten, wenn es ihnen gelingt, die Bedürfnisse ihrer Kunden richtig zu verstehen und eigene Fähigkeiten und Ressourcen einzusetzen, um vom Kunden wahrgenommene Mehrwerte zu schaffen. Echte Mehrwerte entstehen, wenn es auf wirtschaftliche Weise gelingt, relevante Probleme zu lösen oder anderweitigen Nutzen zu schaffen.

Hier kommen die Trends und Entwicklungen ins Spiel, die aus den Mehrwerten ein „moving target“ werden lassen. Wir unterscheiden dabei zwei grundsätzliche Formen der Trends: die beeinflussenden und die befähigenden Trends.

BEEINFLUSSENDE TRENDS UND ENTWICKLUNGEN

Zu diesen Trends zählen alle Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, auf die wir keinen eigenen Einfluss nehmen können, die aber ihrerseits Einfluss auf das Unternehmen haben.

So führt die Pandemie und ihre Folgen dazu, dass aktuell fast 50 % aller Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten. Auch nach Aufhebung der Beschränkungen planen viele Unternehmen, die Vorzüge dieser Neuerungen dauerhaft zu etablieren. Die Geschwindigkeit, mit der die Digitalisierung der Arbeitswelt durch diesen beeinflussenden Trend in unseren Alltag Einzug gehalten hat, wäre ansonsten undenkbar gewesen.

Auch jede neue Idee unserer Wettbewerber, wie sie für unsere Kunden das gleiche Problem lösen oder neue Annehmlichkeiten schaffen können, hat Einfluss auf uns. Ob es uns gefällt oder auch nicht, spielt dabei keine Rolle.

BEFÄHIGENDE TRENDS UND ENTWICKLUNGEN

Anders verhält es sich bei Trends und Entwicklungen, die wir selber zu unserem Vorteil nutzen können. Dabei spielen Technologien eine große Rolle, die uns neue Möglichkeiten verschaffen, unsere Kunden glücklich zu machen. Gelingt es uns, unsere Fähigkeiten und Ressourcen dadurch weiterzuentwickeln und so einzusetzen, dass Vorteile für uns oder unsere Kunden entstehen, erhalten wir unsere Daseinsberechtigung und bauen sie oftmals sogar aus.

So erkannte Netflix, die als DVD Versender gestartet waren, beispielsweise, welche Chancen in der Kombination von Flatrate Verträgen mit der zunehmenden Bandbreite und Leistungsfähigkeit der Internetanbindung ihrer Kunden entstand. Sie schufen das uns bekannte Streamingangebot und kannibalisierten damit weitestgehend ihr ursprüngliches Geschäftsmodell mit dem heute bekannten Erfolg.

WAS KÖNNEN WIR DARAUS LERNEN

Die aktuelle Situation ist immer nur eine Momentaufnahme der Geschichte. Vorzeigeunternehmen beobachten und bewerten systematisch Trends und Entwicklungen auf Chancen und Risiken für ihre weitere Entwicklung.

Wir bei SALT AND PEPPER schauen systematisch speziell auf technologische Entwicklungen, die von unseren Kunden zu ihrem Vorteil eingesetzt werden können. Zu den wichtigsten Technologiefeldern haben wir unsere rund 500 Ingenieure und Entwickler intern in sogenannten Kompetenz Hubs vernetzt und entwickeln uns untereinander zum Nutzen unserer Kunden permanent weiter.

Wie bereits im ersten Baustein beschrieben, glauben wir darüber hinaus daran, dass neben dem technologischen Fortschritt auch agiles Arbeiten maßgeblichen Einfluss auf nachhaltigen Erfolg haben wird. Wir sammeln und verproben entsprechend immer neue Best Practices und entwickeln uns weiter, um unsere Kunden aktiv auf dem Weg zu einer Hochleistungsorganisation helfen zu können.

HOW TO START

Interesse ist geweckt?

Investiert ein wenig Zeit und stellt euch die folgenden Kernfragen:

  • Welchen beeinflussenden Trends und Entwicklungen seid ihr ausgesetzt?
  • Welche befähigenden Trends und Entwicklungen könnt ihr für euch nutzen?

Das reicht noch nicht?

  • Erfahrt, wie ihr gemeinsam mit uns und unserem Partner Trendone mit einem Trendradar die Basis für ein fundiertes Trendmanagement legen könnt.

Was passiert, wenn ihr gar nichts macht?

  • Findet es heraus mit unserem „Kill your company“ Format. Dabei schauen wir gemeinsam in eure Zukunft und identifizieren Bedrohungen, denen ihr ausgesetzt seid und wie ihr am besten (re-)agieren könnt.

Buchtipps

The Innovators Dilemma: Warum etablierte Unternehmen den Wettbewerb um bahnbrechende Innovationen verlieren.

Christensens wegweisendes Werk „The Innovator’s Dilemma“ erschien 1997 und zählt heute zu den wichtigsten Managementbüchern überhaupt. Der New York Times Bestseller wurde in über zehn Sprachen übersetzt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Anhand von Erfolgen und Fehlschlägen führender Unternehmen präsentiert „The Innovator’s Dilemma“ Regeln für einen gelungenen Umgang mit dem Phänomen bahnbrechender Innovationen. Diese Regeln werden Managern helfen zu entscheiden, wann es sinnvoll ist, sich nicht nach den Kundenwünschen zu richten, in weniger leistungsfähige Produkte mit geringeren Margen zu investieren oder in noch kleine, aber wachstumsstarke Marktsegmente zu stoßen. Das Buch zeigt die „Unlogik“ von disruptiven Innovationen auf und will zugleich Orientierung stiften, um Unternehmen – den etablierten wie den jungen – den Weg zum wirklich Neuen zu ebnen.

Digitaldarwinismus: Das Überleben der Stärksten im Zeitalter der Disruption

Mit Darwin verbinden wir die Vorstellung vom Überleben des Stärkeren. Doch was bedeutet dieses Prinzip für ein Unternehmen angesichts des digitalen Wandels? Was kann, was muss ich als Unternehmen tun, um die Disruptionswelle zu reiten und nicht von ihr überrollt zu werden? Fakt ist: Selbst scheinbar unangreifbare Unternehmen sind heute in Gefahr, disruptiert zu werden. „Digitaldarwinismus“ unterstützt die Entscheider bei der digitalen Transformation.  

#2 Business Rhyme

Abschließend kommt hier unser neuester Business Rhyme zum Thema Trends.
Das Gedicht "WERDET FANS NEUER TRENDS" gibt es auch wieder als Video, vorgetragen vom Autor Dr. Arne Engelbrecht. Hier geht's zum Video.